Die Provinz

Anregungen von Tobias Moorstedt zum Begriff Provinz:

„Der Provinz-Begriff […] ist nicht immer eine Frage des Ortes“.
„Jeder Mensch hat ein Bild von Provinz im Kopf – ob düster oder strahlend hell -, nur was mit dem Begriff gemeint ist, bleibt unklar.“
„Das Internet, niemand wird es bestreiten, besitzt revolutionäres Potenzial. Es gestaltet die Welt um, und niemand weiß, wie sich der Planet am Prozess-Ende eigentlich präsentieren wird. ‚Technische Revolution erleichtert das Leben in der Provinz‘ “ zitiert Moorstedt die c’t. […] Wenn die ganze Welt ein Dorf ist, wo ist dann eigentlich noch die Provinz?“

Provinz„There is only one good use for a small town. You hate it and you know you’ll have to leave.“ – Lou Reed

„Wenn 90 Prozent der Gesamtbevölkerung ihre Informationen und Erlebnisse aus der ‚Zeit im Bild‘, ‚Sex and the City‘ und der Kronenzeitung generieren, dann nähern sich die Wirklichkeitsvorstellungen von Städtern und Provinzlern notwendigerweise an. Es ist schließlich egal, wo man vor dem Bildschirm sitzt.“

„Banale Ignoranz findet man in Städten und Dörfern gleichermaßen. Sie ist nicht mehr eine Frage des Ortes, sondern der Person.“ – Edgar Reitz, Regisseur von Heimat , spricht vom „Ende der Provinz“.
Jedem sein Heimatfilm – Florian Illies im Standard-Album

Segway Trekking

Segway TrekkingDas Sonnenplateau hat wieder mal die Nase vorn: In Fiss kann man jetzt mit Segways fahren.

[…] erobern Sie mühelos die Berge mit den neuen, einzigartigen 2-Rad-Rollern. Bis zu 30 km/h legen diese technischen Wunderdinger zurück und halten dabei wie von Geisterhand das Gleichgewicht. Auf unseren leicht hügeligen Forststraßen fahren Sie in Begleitung des erfahrenen Trekking-Führers vorbei an saftigen Bergwiesen, durch lauschige Wälder und machen Halt auf romantischen Berghütten – und das alles ohne jede Anstrengung!

Weitere Auskünfte beim Tourismusverband  (Tel. +43.5476.6239 oder per Email.

1 Jahr nach dem Hochwasser

Hochwasser LandeckHeute, am 23. August, jährt sich das „Jahrhunderthochwasser“ zum ersten Mal. Schon am 22. gab es am Lech erste Überschwemmungen, und am späten Abend des 23. wurde es auch im Paznaun und am Arlberg kritisch. Frühmorgens erreichte die Flutwelle dann Landeck. Im Paznaun wurde der Höchststand etwa um 7 Uhr überschritten. In Pfunds ging der Stubnerbach über und brachte Wasser, Dreck und Steine in einem nie gekannten Ausmaß.

Neben den enormen materiellen Schäden gab es aber ein glimpfliche Bilanz: In Längenfeld gab es durch Steinschlag ein Todesopfer. In Anbetracht der Ausmaße der Katastrophe war es jedoch fast ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist.

Medien und Behörden in Tirol ziehen in diesen Tagen ihre Bilanz über die Schäden und die darauffolgende Phase der Wiederherstellung. Drei Punkte erscheinen im Rückblick erwähnenswert:

  1. Die unglaubliche Solidarität:
    Das Zusammenhelfen und füreinander Einstehen war der positivste Aspekt der Katastrophe.
  2. Naturkatastrophen gibt es nicht nur im Winter:
    Mit Schnee und Lawinen sind wir im Tiroler Oberland vertraut; mit Wasser und Hangrutschungen kommt eine neue Sichtweise: Naturkatastrophen werden uns zu allen Jahreszeiten begegnen.
  3. The times they are a-changin’ (Bob Dylan)
    Die Veränderungen im Klima, in der Medienlandschaft und bei modernen Kommunikationsmitteln erfordern neue Denkweisen und Strukturen beim Umgang mit solchen Katastrophen. Das Klima wird wärmer, die Medien werden schneller und die Kommunikationsstrukturen der Menschen werden dezentral.

Redaktion und Foto: ASILink: Bildergalerie Hochwasser 2005