aLEXander – die Wissensgemeinschaft

Am IICM – „meinem“ Institut auf der TU Graz – wird eine neue Enzyklopädie released:  Alexander ist ein Projekt, aus dem ein System hervorgehen soll, das verschiedene Datenquellen wie Enzyklopädien und Tageszeitungen zusammenführt und eine Community um die kombinierten Ressourcen aufbaut. Eines der obersten Ziele ist es, den Benutzern des Systems zu ermöglichen, ihr eigenes Wissen in vielfältiger Weise in die Datenbasis einzubringen und dabei gleichzeitig die Qualität der gesammelten Informationen auf möglichst hohem Niveau halten zu können.

http://derstandard.at/?url=/?id=2577107
http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=h&ressort=ho&id=583147
http://www.iicm.tugraz.at/ask-lex

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Nokia promotet Nseries über Blogs, Podcasts und Video Podcasts

Nokia versucht, die Multimediafunktionen ihrer Nseries über Bilder und Videos zu promoten. Dazu sind Beispielsnippets von Werken einiger mehr oder weniger bekannter Regisseure als Podcast und Video Podcast online, zum Beispiel Magnum photos podcast (Tipps: ‚Tour de France‘ und ‚The way to Bhudda‘).

Die neuen ‚mobile computers‘, wie Nokia seine Nseries-Handies bezeichnet, sind außerdem mit einer direkten Uploadmöglichkeit zu Flickr ausgestattet: share your world.

Die Videos der Nseries werden im mpeg4-Format (H.264) aufgezeichnet. Hier ein Beispiel, aufgenommen mit meinem n70:

ASSIST vorgestellt

Die IDRC 2006 nutzte unsere Konsortium auch, um unser EU-Projekt ASSIST vorzustellen. Ulli Leibnitz vom Koordinator VCS stellte in einer Session das Projekt, seine Ziele und den aktuellen Stand vor. Nach dem ersten Jahr mit der Erstellung der Requirements der Anwender geht es im zweiten Jahr darum, diese in einen Demonstrator umzusetzen.

Andreas WiesmannAndreas Wiesmann von Gamma Research präsentierte in seiner Session die neuesten Methoden im SAR-Bereich (Synthetic Aperture Radar) vor. Eine Karte des Unterengadin zeigte in Falschfarbenvisualisierung die detektierten Massenbewegungen.
Am Donnerstag, den 30.08. nutzten wir das Zusammentreffen auch zu einem Projektmeeting. Nach einer Führung durch das SLF durch Jakob Rhyner planten wir die nächsten Schritte für Herbst und Winter.

Social web for risk management

Social Web for Risk Management - IDRC 2006 - Christian KlinglerHeute Nachmittag habe ich auf der IDRC meine Arbeit präsentiert. Begonnen habe ich mit der Vorstellung der Outdoorsportarten wie Canyoning, Rafting und Skitouren. Danach habe ich die verschiedenen bekannten öffentlichen Webforen analysiert: ASI Canyoningforum, Gipfelbuch.at, SLF Forum und AufTouren. Dazu auch die zugangsbeschränkten Expertenforen wie ESIS und IFKIS-MIS. Der Paradigmenwechsel im Web 2.0 von ‚publish‘ zu ‚participate‘, die bekanntesten Web 2.0-Services wie Flickr, Wikipedia, Blogs, YouTube etc. und die Protokolle und Standards wie RSS bildeten die Brücke zur Zukunft dieser Foren.

Die Grundidee ist also die Kommunikation der User über solche Webtools. Mit den Beiträgen entsteht dabei das ’social web‘, das im Gegensatz zu zentralistischer Frühwarnung steht. Ich bin dann noch auf die Lösungsansätze zur Qualitätssicherung eingegangen; man kann entweder technologische Mittel versuchen (mit Tools wie Spam Karma oder Akismet), oder auf die User vertrauen, etwa mit Ratings. Aufgetretene juristische Probleme wie in Deutschland beim Forum von heise.de sind noch nicht gelöst.

Nach der Zusammenfassung der wichtigsten Punkte (‚user 2 user‘, ‚web 2.0 tools‘, ’social intelligence‘) gab es aus dem Publikum noch sieben Fragen, was das große Interesse an diesem Ansatz zeigte. Auch die Diskussionsleiterin aus Tobago interessierte sich für die Anwendung bei Hurricans in der Karibik.

Disaster Management auf der IDRC

IDRC PodiumsdiskussionDie Konferenz ist gegliedert in (eher geopolitische) Plenarsitzungen und in einzelne Sessions, wo es um spezifischere Themen geht. Gestern war ich bei Sessions zu Landslides und zu Fernortung dabei. Bei Muren und Hangrutschungen gibt es sehr großes Interesse, weil es dieses Problem in vielen Ländern gibt. Österreichisches Know-how wäre exportfähig und gefragt.

Beim Thema Fernerkundung arbeiten wir im ESA-Projekt ‚ASSIST‘ mit. Einige Partner aus dem Konsortium waren hier in Davos um gemeinsam das Projekt vorzustellen, in der Gruppe über weitere Schritte im Projekt zu diskutieren und auch um Lobbying zu machen. Andreas Wiesmann von Gamma Research zeigte neue SAR-Daten vom Unterengadin. Die Aufnahmen zeigten interessante Bewegungen in Ftan, aber auch am Reschen und im Samnaun. Die SLF-Vertreter und ich werden ab Frühjahr 2007 jeweils einen ‚Service Node‘ in Davos und Landeck aufstellen.

Auf der IDRC in Davos

Gestern bin ich in Davos angekommen, wo ich bis Freitag an der ‘International Disaster Reduction Conference’ teilnehme. Am Donnerstag werde ich in einer Session mein Paper ‘Social web for risk management’ präsentieren. Bei der Opening Reception habe ich Kontakte nach Kyoto (JP) und Neuseelang geknüpft. Es regnet, oben am Flüela fällt sogar Schnee, aber bei so einer Konferenz darf natürlich nicht die ganze Zeit schönes Wetter sein 😉

Heute war ich nach der offiziellen Eröffnung am Nachmittag in einer Session zu ‚Flood Risks‘, in der Jakob Rhyner IFKIS-Hydro vorgestellt hat. Dabei werden die langjährigen Davoser Erkenntnisse und Methoden bei der Lawinenwarnung auch beim Risk Management von Bächen und Muren umgesetzt. Die wesentlichen Punkte, die mir bei dem Konzept aufgefallen sind: Die Rolle der Beobachter, und das starke Einbeziehen der lokalen Experten.

Die Provinz

Anregungen von Tobias Moorstedt zum Begriff Provinz:

„Der Provinz-Begriff […] ist nicht immer eine Frage des Ortes“.
„Jeder Mensch hat ein Bild von Provinz im Kopf – ob düster oder strahlend hell -, nur was mit dem Begriff gemeint ist, bleibt unklar.“
„Das Internet, niemand wird es bestreiten, besitzt revolutionäres Potenzial. Es gestaltet die Welt um, und niemand weiß, wie sich der Planet am Prozess-Ende eigentlich präsentieren wird. ‚Technische Revolution erleichtert das Leben in der Provinz‘ “ zitiert Moorstedt die c’t. […] Wenn die ganze Welt ein Dorf ist, wo ist dann eigentlich noch die Provinz?“

Provinz„There is only one good use for a small town. You hate it and you know you’ll have to leave.“ – Lou Reed

„Wenn 90 Prozent der Gesamtbevölkerung ihre Informationen und Erlebnisse aus der ‚Zeit im Bild‘, ‚Sex and the City‘ und der Kronenzeitung generieren, dann nähern sich die Wirklichkeitsvorstellungen von Städtern und Provinzlern notwendigerweise an. Es ist schließlich egal, wo man vor dem Bildschirm sitzt.“

„Banale Ignoranz findet man in Städten und Dörfern gleichermaßen. Sie ist nicht mehr eine Frage des Ortes, sondern der Person.“ – Edgar Reitz, Regisseur von Heimat , spricht vom „Ende der Provinz“.
Jedem sein Heimatfilm – Florian Illies im Standard-Album