Der Internetverkehr als Bild

Internet Map - digital gapMit den Bildern von Chris Harrison wird nicht nur die geografische Verteilung des Internetverkehrs visualisiert, sondern auch der „digital gap“ zwischen Arm und Reich.

Am Beispiel rechts zum Vergleich der Traffic in Europa und in Afrika. Der schwarze Kontinent wird auf diesem Bild seinem Namen mehr als gerecht.

Die Daten bilden den globalen Netzverkehr ab. Auch einzelne Städteverbindungen werden visualisiert. Die Bilder haben darüber hinaus aber eine tolle Ästhetik (IMHO).

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Bundestrojaner und Online-Durchsuchungen

Nach Innenminister Günther Platter hat sich auch Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa für Online-Durchsuchungen ausgesprochen. Beide Politiker möchten in ihren Kernaussagen unserer Polizei Chancengleichheit verschaffen.

Meiner Ansicht nach passiert dabei das selbe wie beim präventiven Mitlauschen des Internetverkehrs: Ein Stück Grundfreiheit des Bürgers wird geopfert. Die Freiheiten, die die Aufklärung und die Renaissance brachten, werden stückweise zurück gedrängt. An die Stelle der Unschuldsvermutung tritt der Generalverdacht.

Auch der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Karl Korinek, hat vor kurzem vor dem Eingriff in Grundrechte gewarnt. Er sieht sogar Ähnlichkeiten mit der Überwachung durch die Stasi in der ehemaligen DDR. Seit dem Jahr 1848 sind Grundrechte wie Briefgeheimnis, Fernmeldegeheimnis und Datenschutz in unserer Gesellschaft verankert, jetzt brechen diese immer mehr auf.

Aus meiner Praxis als gerichtlich zertifizierter Gutachter weiß ich, dass solche im Rahmen von „Online-Durchsuchungen“ über Trojaner gesammelten Daten ohnehin nicht als Beweismittel vor Gericht gültig sind. Ich glaube aber, man muss diesen Paradigmenwechsel an Beispielen klar machen:

  • In Zukunft können also Personengruppen wie Ärzte, Priester, Rechtsanwälte, Sozialarbeiter, Journalisten, Gutachter, … nicht mehr auf ihr Privatsphäre zählen, sondern müssen damit rechnen, dass ihre persönlichen Dokumente und ihre Korrespondenz überwacht und mitgehört wird.
  • Kriminelle und Terrorverdächtige werden sich hüten, über „normale“ Internetverbindungen oder unverschlüsselte Telefongespräche zu kommunizieren. Auch die Anschläge vom 11. September sind nicht mit High-Tech-Waffen, sondern mit einfachen Messern durchgeführt worden.

Sicherheitskonzept für „Stanz brennt!“

VeranstaltungsflächeDas auf einer Sonnenterrasse oberhalb von Landeck liegende Dorf Stanz hat zwar nur etwa 650 Einwohner, dafür aber über 60 Brennereien. Jetzt im Spätsommer hat bereits die Ernte der bekannten Stanzer Zwetschken begonnen. Stanz trägt deshalb auch den Titel „Brennereidorf“. 2005 wurde erstmals das Fest „Stanz brennt!“ mit regionalen Spezialitäten durchgeführt und etwickelte sich zu einem großen Erfolg.

Fürs heurige Fest „Stanz brennt!“ am 2. September bin ich mit der Entwicklung eines Sicherheitskonzepts beauftragt worden. Zusammen mit den Vertretern der Sicherheitsorganisationen (BOS) und den veranstaltenden Brennereien und Vereinen wird ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt. Die Herausforderung liegt dabei hauptsächlich in der Bewältigung der großen Menschenansammlung.

Bei der Verkehrslösung wird es heuer eine Neuerung geben: Erstmals wird die Stanzer Landesstraße für den Individualverkehr gesperrt werden. Der Transfer zur Veranstaltung erfolgt mit (kostenlosen) Shuttlebussen. Safety meets ecology!

SALT-Haus
Brennerei
Obstbauverein Stanz veranstaltet “Stanz brennt”

www.brennereidorf.at

Vorsicht Kostenfalle im Internet – die AK warnt

“GRATIS”-AngebotDie AK warnt vor vermeintlichen Gratis-Angeboten – es gibt zahlreiche unfaire Tricks im Internet. Von Lebens-Check über Ahnenforschung bis hin zu Führerscheintests: Wer sich bei solchen Seiten voreilig registriert – im Glauben, dass sie gratis sind – bekommt eine saftige Rechnung. Oft wird bei Nichtbezahlen ein Anwalt oder Inkassobüro tätig. Das Problem dabei: Die Kosten sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, oft sind sie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt. „Gratis“ dient hier oft als Lockmittel für kostenpflichtige Angebote. Weiterlesen „Vorsicht Kostenfalle im Internet – die AK warnt“

Ich bin „Nokia N95 Experte“

Nokia N95Von Nokia Alps wurden TesterInnen für das brandneue N95 gesucht. Ich habe mich beworben und bin ausgesucht worden. Das N95 hat vier innovative Funktionen:

  • 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Zeiss-Objektiv
  • Eingebautes GPS, d.h. Positionsbestimmung, Karten und Routenplanung
  • Internetbrowsen per UMTS und Wireless LAN
  • MP3-und Video-Player

Man kann das Teil also wirklich als Multimedia-Computer bezeichnen! In einem eigenen Blog auf Vox (einer Blogplattform von Typepad) berichte ich gemeinsam mit den anderen 12 TesterInnen von meinen Erfahrungen mit dem N95:
http://n95experts-asolvo.vox.com/

Mobile Anwendungen waren schon immer mein Steckenpferd – ich erinnere mich noch ans Programmieren der ersten WAP-Seiten… Mit der heutigen Generation kann man Fotos, Videos und Blogeinträge direkt vom Handy aus online stellen.

Wahlcomputer manipulierbar

Der Chaos Computer Club hat an das deutsche Bundesverfassungsgericht ein Gutachten gesendet, aus dem klar hervorgeht, dass die in Holland und Deutschland zugelassenen Wahlcomputer der Firma Nedap in keinster Weise den Anforderungen einer demokratischen Wahl entsprechen (Einzelheiten bei heise.de). Innenminister Günther Platter überlegt auch in Österreich die Einführung von e-voting.  Er will dadurch „für einen weiteren Demokratieschub sorgen“.

Nun geht es aus meiner Sicht auf jeden Fall einmal um grundsätzliche Überlegungen, ob die Wahl per e-voting anonym ist oder nicht. Die zweite Überlegung betrifft das Prinzip der Öffentlichkeit und Nachprüfbarkeit einer Wahl.

Vorratsdatenspeicherung

VorratsdatenMit einer Novelle des Telekommunikationsgesetzes [TKG] soll die Vorratsdatenspeicherung in Österreich trotz vieler Widerstände gesetzlich umgesetzt werden. Nicht nur „schwere Straftaten“, sondern sogar für zivilrechtliche Verfahren soll auf diese Daten zugegriffen werden. Nach der Meinung vieler Experten ist die flächendeckende, verdachtsunabhängige Speicherung von Verkehrsdaten ein Paradigmenwechsel, der große Bedenken und Fragezeichen aufwirft, ob diese Vorgangsweise nämlich noch grundrechtskonform sei. Klar ist, dass damit auch das Redaktions-, Ärzte- und Anwaltsgeheimnis verloren gehen.

Konstruktiver Gegenvorschlag: Das „Quick-Freeze“-Verfahren, mit dem in den USA gute Erfahrungen gemacht worden seien. Die Strafverfolgungsbehörden gehen in begründeten Fällen auf die Unternehmen zu und bitten um Speicherung bestimmter Daten. Nachdem diese Daten gesichert sind, hat die Behörde 90 Tage Zeit, Beweise zu sammeln, um einen richterlichen Beschluss zu erwirken. Mit dessen Hilfe können sie dann auf die Daten zugreifen.